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Dienstag, 15. September 2015

The Binding of Isaac

Eines meiner absoluten Lieblingsspiele ist "The Binding of Isaac" von Edward McCullen. Es überzeugt durch seine niedlich inszenierte Horrorkulisse und sein einfaches, abwechslungsreiches Spielprinzip, dass aber schwer zu meistern ist.

Intelligente düstere Geschichte

Die Geschichte ist sehr düster und macht auf die schweren Themen der Kindesmisshandlung, des religiösen Fanatismus und psychischer Krankheiten bei Eltern aufmerksam. Isaac ist ein kleiner Junge, der vor seiner Mutter in den Keller flüchten muss. Diese hat von Gott (einer Stimme von oben) befohlen bekommen, dass sie ihren Sohn erst von allen Sünden befreien soll und dann ihm Opfern soll. Die Geschichte lehnt sich an der biblischen Geschichte von Abraham und Isaak an und ist eine düstere moderne Umsetzung dieser.
Im Keller muss sich Isaac Würmern, Monstern, Dämonen und den sieben Todsünden stellen. Je näher er auf der Flucht immer tiefer der Hölle kommt, desto näher rückt er dem Kampf mit seiner Mutter. Verschiedene Gegenstände, die alle von seiner ungesunden Beziehung zu seiner Mutter und der Religion zeugen, machen ihn dabei stärker, entstellen ihn aber auch zusehends. Am Ende wird aus Isaac mehr ein Monster als ein kleiner Junge. Oft hilft einem nur ein Pakt mit dem Teufel weiter.

Wer jetzt der Meinung ist, dass das Spiel blasphemisch ist, der irrt sich. Das Spiel geht zwar kritisch mit biblischen Motiven um, verspottet diese nicht. Ich als überzeugter Christ kann es gerade wegen dem Umgang mit den Motiven empfehlen. Heut zu Tage wird sich selten genug damit auseinander gesetzt.

Die niedliche Grafik und geniale Umsetzung

Die niedlich anmutenden Monster passen sehr gut in die düstere Stimmung des Gesamten. Das Spiel arbeitet mit kleinen Details. Jedes Monster überzeugt durch eine eigene besondere Gestaltung. Auch hier werden klare christliche Motive verwendet wie Engel und Teufel. Hauptsächlich sind es aber Maden und Zombies. Die Interpretation der Todsünden ist hervorragend getroffen.
Die Raum- und Levelgestaltung ist schlicht und einfach. Es gibt nur Steine, Löcher und Dunghaufen als Hindernisse. Dies ermöglich einen einfachen Fokus auf alle Elemente.

Leicht zu spielen schwer zu erlernen

Das Spielprinzip ist sehr einfach mit WASD wird sich bewegt und mit den Pfeiltasten geschossen. Man muss nur ausweichen und schießen. Jetzt kommt das geniale an der Sache. Durch Zufallslevel, Zufallsmonster und Zufallsgegenstände ist kein Durchgang wie der andere. Wie bei den meisten Rouge ähnlichen Spielen muss man von vorne anfangen, wenn man stirbt. So muss man Schritt für Schritt, Durchgang für Durchgang das Bekämpfen der Monster, die trotz fester Mechanismen eine Herausforderung bilden, erlernen. Mit dem Spielen kann aber jeder durch das Spiel irgendwann kommen. Ein Durchgang dauert nur ein paar Minuten, so dass sich das Spiel immer wieder mal spielen lässt.

Das Spiel bekommt 5/5 Punkten.

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